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Betroffene

Gewalt an älteren Menschen

Laut Weltgesundheitsorganisation werden in westlichen Ländern zwischen einem und zehn Prozent aller älteren Menschen Opfer innerfamiliärer Gewalt.

Die Dunkelziffer ist hoch. Auf ältere Menschen, Frauen wie Männer, trifft das Gleiche zu wie auf jüngere Frauen und Kinder: Der gefährlichste Ort in Sachen Gewalt und Misshandlungen ist das eigene Zuhause, weil die meisten Hilfebedürftigen von Familienangehörigen betreut werden.

Da rund zwei Drittel der Betreuungspersonen von Verwandten und Bekannten Frauen sind (Mikrozensus 2002) und auch in Institutionen Betreuung "weiblich" ist, fallen hier Frauen als Täterinnen von meist - nicht intendierter - psychischer Gewalt auf.

Aber nicht immer wird diese Gewalt von den Betreuungspersonen selbst ausgeübt, es können dies auch andere Familienmitglieder sein, die gelegentlich auf Besuch kommen.

Die Pflege im privaten Umfeld kann zu Stress und Überforderung führen. Je enger und auswegloser die Beziehungen sind, desto eher kann Gewalt in Familien auftreten.

Gewalttätige Verhaltensmuster und Spannungen unter Familienmitgliedern bilden sich oft über Jahrzehnte heraus, sie können aber auch durch plötzliche Veränderungen wie Pensionierung oder Krankheit neu entstehen.

Literatur

  • [1] BMWFJ (Hg.): Häusliche Gewalt gegen ältere Menschen. Eine Informationsschrift für von Gewalt betroffene ältere Menschen sowie Angehörige, Bekannte, … Wien, 2011
    Hier zum Download: An wen kann ich mich in Wien wenden? Es gibt diese Broschüre mit Informationen und Anlaufstellen für jedes Bundesland im Bestellservice des BMWFJ.
    PDF, 695 kB
  • [2] Weltgesundheitsorganisation: Europäischer Bericht über die Prävention von Gewalt an älteren Menschen (engl.) 2011
    PDF, 4 MB
  • [3] Forschungsinstitut des Roten Kreuzes Österreich: Prävalenzstudie 2010
    Prävalenzstudie im Rahmen des EU-Forschungsprojekt „Abuse and Violence against Older Women“ (AVOW) liefert repräsentative Daten über die Häufigkeit von Gewaltvorkommnissen, Täter/innen, Risikofaktoren und Folgen.

    Weitere Informationen
    PDF, 2 MB
  • [4] BMASK (Hg.): Gewalt erkennen. Fragen und Antworten zu Demenz und Gewalt Wien, 2010
    PDF, 6 MB
  • [5] BMASK (Hg.): Gewalt erkennen. Fragen und Antworten zu Gewalt an älteren Menschen. Wien, 2009
    PDF, 2 MB
  • [6] BMASK (Hg.): Übergriffe, Gewalt und Aggression gegen ältere Menschen. Erfahrungen von Expertinnen und Experten in österreichischen Beratungs- und Hilfseinrichtungen. Wien, 2009

www.gewaltinfo.at/plattform
Plattform gegen die Gewalt in der Familie: Vernetzungsbereich Gewalt an älteren Menschen

sozialministerium.at - Gewalt gegen ältere Menschen
Bundesministerim für Arbeit, Soziales und Konsument/innenschutz:
Informationen rund um das Thema "Senior/innen"

www.roteskreuz.at
Projekte im Rahmen der Europäischen Partnerschaft für Würde und Wohlbefinden älterer Menschen wie z.B. die Charta der Rechte und Pflichten hilfe- und pflegebedürftiger älterer Menschen