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zusammenLeben ohne Gewalt

Ausmaß von Gewalt

Physische Gewalt

Davon, im Erwachsenenleben seit dem 16. Lebensjahr zumindest einen körperlichen Übergriff erlebt zu haben, berichten mehr als jede zweite Frau (56,8 %) und fast zwei von drei Männern (61,4 %). Als bedrohlich wurden diese körperlichen Übergriffe von 29,6 % der Frauen bzw. 27,9 % der Männer erlebt. Aufgeschlüsselt nach einzelnen Gewaltformen zeigt sich:

  • 30,7 % der Frauen und 36,9 % der Männer berichten davon, „absichtlich weggestoßen” worden zu sein, was 12,9 % aller Frauen und 11,8 % aller Männer als bedrohlich erlebten;
  • „eine leichte Ohrfeige” bekamen 31,7 % der Frauen und 34,8 % der Männer, was 11,9 % aller Frauen und 8,3 % aller Männer als bedrohlich erlebten;
  • ernsthaft bedroht, körperlich angegriffen oder verletzt worden zu sein, ist 16,5 % der Frauen und 21,1 % der Männer widerfahren, was 11,4 % aller Frauen und 10,2 % aller Männer als bedrohlich erlebten;
  • „am Hals gepackt, zu erwürgen oder zu ersticken versucht” wurden 5,4 % der Frauen und 3,4 % der Männer, was 2,8 % aller Frauen und 1,7 % aller Männer als bedrohlich erlebten;
  • „verprügelt oder zusammengeschlagen” wurden 4,8 % der Frauen und 8,8 % der Männer, was 3,3 % aller Frauen und 5,2 % aller Männer als bedrohlich erlebten;
  • „mit einer Waffe, zum Beispiel einem Messer oder eine Pistole, bedroht” wurden 3,0 % der Frauen und 5,3 % der Männer, was 2,5 % aller Frauen und 3,6 % aller Männer als bedrohlich erlebten.

Männer erleben körperliche Übergriffe primär im öffentlichen Raum (33 %), Frauen hingegen am relativ häufigsten in einer Partnerschaft (29,1 %) oder in der Familie (25,2 %).

Übergriffe innerhalb der letzten drei Jahre

Das dritte Segment der Studie erhob die Gewalterfahrungen der Befragten zwischen 2007 und 2010. Dabei zeigt sich, dass das heutige Gewaltniveau, dem Frauen und Männer ausgesetzt sind, gegenüber den Prävalenzen über den gesamten bisherigen Lebenszyklus.

Davon, innerhalb der letzten drei Jahre zumindest einen körperlichen Übergriff erlebt zu haben, berichten 15,4 % der Frauen (gegenüber 56,8 % im Vergleich zu den entsprechenden Gewalterfahrungen über den gesamten Lebenszyklus) und 15,1 % der Männer (gegenüber 61,4 % der Männer). Aufgeschlüsselt nach den körperlichen Gewaltformen widerfuhr es innerhalb der letzten drei Jahren 8,9 % aller Frauen, „absichtlich weggestoßen” worden zu sein (gegenüber 30,7 % für den gesamten Lebenszyklus und 12,9 %, die das als bedrohlich erlebt haben), im Vergleich zu 8,5 % aller Männer (gegenüber 36,9 % für den gesamten Lebenszyklus und 11,8 %, die das als bedrohlich erlebt haben);

  • „eine leichte Ohrfeige” bekamen 5,1 % aller Frauen (gegenüber 31,7 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 11,9 %, die das als bedrohlich erlebt haben) und 6,4 % aller Männer (gegenüber 34,8 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 8,3 %, die das als bedrohlich erlebt haben);
  • ernsthaft bedroht, körperlich angegriffen oder verletzt zu werden, erlebten 3,6 % aller Frauen (gegenüber 16,5 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 11,4 %, die das als bedrohlich erlebt haben) und 4,6 % aller Männer (gegenüber 21,1 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 10,2 %, die das als bedrohlich erlebt haben);
  • „am Hals gepackt, zu erwürgen oder zu ersticken versucht” wurden 0,5 % aller Frauen (gegenüber 5,4 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 2,8 %, die das als bedrohlich erlebt haben) und 0,8 % aller Männer (gegenüber 3,4 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 1,7 %, die das als bedrohlich erlebt haben);
  • „verprügelt oder zusammengeschlagen” wurden 0,5 % aller Frauen (gegenüber 4,8 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 3,3 %, die das als bedrohlich erlebt haben) und 1,7 % aller Männer (gegenüber 8,8 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 5,2 %, die das als bedrohlich erlebt haben);
  • „mit einer Waffe, zum Beispiel einem Messer oder eine Pistole, bedroht” wurden in den vergangenen Jahren schließlich 0,3 % aller Frauen (gegenüber 3,0 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 2,5 %, die das als bedrohlich erlebt haben) und 1,1 % aller Männer (gegenüber 5,3 % für den gesamten Lebenszyklus bzw. 3,6 %, die das als bedrohlich erlebt haben).