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zusammenLeben ohne Gewalt

Formen von Gewalt

Gewalt im sozialen Nahraum wird in vielerlei Formen ausgeübt. Als allgemein bekannt gelten nunmehr physische, psychische und sexuelle bzw. sexualisierte Gewalt.

Im Gewaltdiskurs finden sich heute auch finanzielle Gewalt (Ausbeutung) und strukturelle Gewalt als eigenständige Formen des Ausdrucks ungleicher Machtverhältnisse.

Merkmale häuslicher Gewalt sind, dass sie über eine gelegentliche aggressive Form der Konfliktaustragung hinausgeht und wiederholt ausgeübt wird. Sie beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl des Opfers in besonderem Ausmaß, weil sie von vertrauten Personen meist im privaten Raum ausgeübt wird. Sie findet in geschlossenen Systemen unter großem Geheimhaltungsdruck statt, was deren Aufdeckung und Beendigung erschwert.

Alle Formen der Gewalt stellen eine Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität von Frauen und Männern, von Kindern und alten Menschen dar und sind damit eine Verletzung der Menschenrechte und Grundfreiheiten eines jeden Menschen.

Gewalt in der Familie und im sozialen Nahraum

Weil auch „Familie“ je nach gesellschaftlichem Hintergrund unterschiedlich definiert wird, gilt der Ausdruck „Gewalt im sozialen Nahraum“ als zutreffender.

Unter „sozialem Nahraum“ sind all jene Personen zu verstehen, die in einer emotionalen oder intimen Beziehung miteinander verbunden sind. Die Bindung zwischen Täter und Opfer ist mit einer räumlichen Trennung oft nicht beendet.

Die Begriffe Gewalt im sozialen Nahraum, häusliche Gewalt oder Gewalt in der Familie berücksichtigen also neben verwandtschaftlichen und ehelichen Beziehungen auch Wohn- und Hausgemeinschaften sowie hetero- und homosexuelle Beziehungen.