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zusammenLeben ohne Gewalt

Infos für Mediziner/innen

Pflegerische Aspekte der Kinderschutzarbeit

Dem Pflegepersonal kommt eine zentrale Bedeutung bei der Betreuung von Kindern zu, die Opfer von Gewalt wurden, wofür besondere Vorsicht und spezielles Wissen und Kenntnisse erforderlich sind.

Das Verhalten des Pflegepersonals muss gegenüber den Kindern und Eltern neutral und professionell sein.
Bei der Dokumentation soll auf mündliche und schriftliche Weitergabe der Informationen geachtet werden, auch wenn diese noch so unglaubwürdig bzw. widersprüchlich sind.

Schutz und Geborgenheit gewährleisten

  • Sicherheit, Versorgung
  • Trost, Zuwendung
  • Ausdrucksmöglichkeiten schaffen (Zeichnen, Schreiben, Bewegen etc.)
  • Schmerzbehandlung

Beobachtung des Kindes

  • von Interaktionen: Kind-Bezugsperson/en, Kind-Kinder, Kind-Personal
  • von Verhalten und Spielen
  • von Haut / Körper und Umgang mit körperlichen Bedürfnissen
  • des verbalen und non-verbalen Ausdruckes

Beobachtung der Eltern / Bezugspersonen

  • Interaktion mit dem Kind, dem Personal
  • Erziehungsstil
  • verbaler und non-verbaler Ausdruck

Zuhören

  • Neutralität
  • nicht in Frage stellen
  • informatives, empathisches Nachfragen

Ein Fragebogen soll die Beobachtung und Dokumentation des Beobachteten erleichtern. (Link)


Anleitungen zum ärztlichen Vorgehen bei Verdacht auf Gewalt, forensische Spurensicherung, pflegerische Aspekte der Kinderschutzarbeit in der ärztlichen Praxis, Kooperation zwischen Klinik, Kinder- und Jugendhilfe, Polizei und Gerichten, Recht und weiterführende Literatur finden Sie in der vom BMWFJ herausgegebenen Broschüre "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Leitfaden für die Kinderschutzarbeit in Gesundheitsberufen" Wien, 2010

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