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zusammenLeben ohne Gewalt

News 16.01.2012

Wenn Betroffene sprechen

(c) DJI Impulse 3/2011

In der öffentlichen Diskussion über sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen in Institutionen müssen auch die Stimmen der Betroffenen hörbar werden – nicht über sie sollte verhandelt werden, nur mit ihnen kann eine Aufarbeitung gelingen.

Aus diesem Grund wurde im Projekt »Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen« am Deutschen Jugendinstitut (DJI) auch ihre Perspektive einbezogen.

In vier Gruppendiskussione sprachen Betroffene über das erfahrene Leid und über ihren Umgang mit den Auswirkungen sowie darüber, wie sie sich selbst in sozialen Kontexten wahrnehmen und welcher Unterstützung es ihrer Meinung nach bedarf.

Allerdings gilt es darauf zu achten, Betroffenheit von sexueller Gewalt nicht als soziale Festlegung zu betrachten, die den Anschein von Homogenität erzeugt. »Die Betroffenen«, mit denen im Rahmen des DJI-Projekts gesprochen wurde, sind daher nicht als typische Repräsentanten oder Sprecher der Gesamtheit jener Menschen (im deutschen Bundesgebiet) zu verstehen, die sexuelle Gewalt erleben mussten. Es gibt zwar Bemühungen, ihrer Perspektive durch verschiedene Formen der Organisation und Vernetzung im öffentlichen Diskurs Gehör zu verschaffen, etwa durch die Bundesinitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Missbrauch im Kindesalter (siehe die Link-Hinweise).

Doch unter den Betroffenen existieren vielfältige und differente Wahrnehmungen, Umgangsweisen und Artikulationsformen, die nicht ohne weiteres in eine kohärente „Außendarstellung“ überführbar sind. Dennoch kristallisierten sich in den Interviews exemplarische Aspekte heraus. Einige sollen nachfolgend angesprochen werden.  

Weiter Infos auf der Website des OiF.

Die Autorin, der Autor

Elisabeth Helming arbeitet seit 1991 am Deutschen Jugendinstitut (DJI). Sie koordiniert das Projekt »Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen«.
E-Mail: helming@dji.de

Dr. Peter Mosser arbeitet als Psychologe in der Beratungsstelle kibs in München und ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Projekt »Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen« am DJI beteiligt.
E-Mail: p.mosser@kibs.de

Quelle: DJI Impulse 3/2011. Das Bulletin des Deutschen Jugendinstituts. www.dji.de/impulse, Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien