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Veranstaltung

Umgang mit "Mobbing" - Lehrgang Herbst 2016

Wo: Seminarzentrum Schloss Goldegg, Hofmark 18A, 5622 Goldegg

Wann: ab 12. und 14. Oktober 2016

Hoch eskalierte Konflikte in einem Wechsel aus direktiver und non-direktiver Beratung bearbeiten.

Mobbing ist mittlerweile ein „Modewort" und weist auf krisenhafte Situationen hin, aus denen sich Betroffene kaum selbst befreien können. Für einen professionellen Umgang ist es wichtig, Mobbing von „normalen" Konflikten unterscheiden zu können. Denn ist von Mobbing die Rede, dann wird Anstoß genommen an einem höchst unfairen und als schwerwiegend und belastend erlebten Verhalten. Auch die Machtkonstellation zwischen Täter(n) und Opfer spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Die Sensibilität für Mobbingvorgänge ist in den letzten fünfzehn Jahren durch die enorme praktische Relevanz stark gestiegen. Leitungen von Schulen, Unternehmen und pädagogischen Einrichtungen erleben, wie sehr solche Konflikte der Produktivität ihrer Institution schaden können. Durch das Seminar werden Kompetenzen und wichtiges „Know-How" für den richtigen und bewussten Umgang mit Mobbing vermittelt.

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Inhalt

In der Fortbildung sollen zukünftige BeraterInnen lernen, Mandate von allen im Konflikt beteiligten Personen zu erhalten. So kann die Mobbing-Situation unterbrochen-, und die Aufarbeitung und die Beziehungsherstellung zwischen den Beteiligten im System wieder ermöglicht werden.

Wir beschäftigen uns

... mit den Besonderheiten von Eskalation bei Mobbing

... selbstreflektierend mit Verfolger-, Opfer-, Retter-Dynamik

... mit Methoden und Grundhaltungen zur Gesprächsführung

... Interventionen zur Stabilisierung einer klärenden Gesprächsatmosphäre

... mit einer Methode zur kollegialen Beratung als Vorbereitung auf ein Gespräch

... mit Modellen der Mobbingberatung (Farster Methode, „No Blame Approach", KonfliktPerspektivAnalyse (KPA)).

... mit den Möglichkeiten und Grenzen bei der Bearbeitung von Cyber-Mobbing.

Modul 1: Begriffsklärungen und was steckt dahinter

Von Mittwoch, 12. Oktober 2016 ab 13.30 Uhr, bis Freitag, 14. Oktober 2016, 18 Uhr

Inhalt:

Definition von Mobbing, Bulling, Cybermobbing
Perspektive Betroffene – Perspektive MobberInnen
Klärung auf den Ebenen von Macht, Regeln und Vermittlung
Dynamiken in der Klärung (Drama-Dreieck, Eskalationsstufen)
Direktive und non-direktive Gesprächsführung
Film „Du bist schlimm! – Gewalt und Mobbing in der Schule" (Medienprojekt Wuppertal)

Ziele:

Die Teilnehmenden können Mobbing von „normalen" Konfliktsituationen unterscheiden.
Sie entwickeln Empathie für alle Beteiligten im Mobbingsystem.
Sie erarbeiten, welche Maßnahmen auf den drei Einfluss- und Regulationsebenen: Macht, Regel und Vermittlung notwendig sind, um alle im System zu stärken, die Situation zu unterbrechen und gleichsam präventiv wirksam zu werden.
Sie verstehen die Dynamiken in der Konflikt-Klärung und erweitern ihre Gesprächsführungskompetenz, um möglichst effektiv intervenieren zu können.

Modul 2: Möglichkeiten und Grenzen des pädagogischen Handelns

Von Montag, 5. Dezember 2016 ab 13.30 Uhr, bis Dienstag, 6. Dezember 2016, 18 Uhr

Inhalt:

Cybermobbing Interventionen bei Mobbing
Farsta-Methode
No blame approach
Konflikt-Perspektiv-Analyse
Rollenspiel: Mobbing-Klärung
Film im Themenbereich Cybermobbing

Ziele:

Die Teilnehmenden kennen drei Interventionsmöglichkeiten.

Zur Vertiefung haben sie mindestens eine der Methode in einem ausführlichen Rollenspiel angewendet und Erfahrungen darin gesammelt.

Zielgruppen:

Umgang mit „Mobbing" eignet sich für Personen,

die in ihrer beruflichen Praxis / ehrenamtlichen Tätigkeit mit Gruppen arbeiten.
die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit hocheskalierten Situationen konfrontiert werden und Interventionsmöglichkeiten für den Umgang damit suchen.

Voraussetzungen:

Grundlage für den prozessorientierten Ablauf in der Fortbildung sind die bereits vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnisse sowie auch die Erwartungen der TeilnehmerInnen und Beispielfälle aus dem beruflichen Alltag.

Trainer: Holger Specht, Pädagoge, anerkannter Mediator und Ausbilder für Mediation beim Bundesverband Mediation (BM e.V.) & Schweizerischen Dachverband für Mediation (SDM); Fachkraft für strukturelle Prävention sexueller Gewalt

Teilnahmengebühr

450,00€ (Teilnahme an den Seminaren und Seminarunterlagen)

Maximale TeilnehmerInnenanzahl: 20 Personen

Veranstaltungsort

Seminarzentrum Schloss Goldegg | www.schlossgoldegg.at, www.goldeggamsee.at

Anmeldung

Ab sofort!

Kontakt:

Lehrgangsleitung, Kontakt für inhaltliche Rückfragen und Anmeldung Friedensbüro Salzburg
Mag. (FH) Barbara Wick
Tel.: 0662/873931
wick@friedensbuero.at

Dieser Lehrgang ist ein Projekt des Friedensbüros Salzburg in Kooperation mit inmedio/Berlin; Unterstützt von Seminarzentrum Schloss Goldegg und Stiftung Mitarbeit.