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zusammenLeben ohne Gewalt

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Veranstaltung

Einladung zum Fortbildungsseminar: Gewalt(tät)ige Pflege - Erkennen und Handeln

Wo: Bezirksvorstehung, Amtshaus Schönbrunnerstraße 54, 1050 Wien

Wann: 6. Mai 2019, 9 - 13 Uhr

Wirksame Unterstützung von gewaltbetroffenen älteren Frauen und Männern im Pflege- und Gesundheitssystem

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) freut sich, ein Fortbildungsseminar dank finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, BMASGK in Kooperation mit der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft der Stadt Wien und mit der Bezirksvorstehung in Margareten, 5. Bezirk, kostenfrei anbieten zu können.

Hintergrund

Die mediale Berichterstattung über Misshandlungen von pflegebedürftigen, älteren Menschen führt stets zur gesellschaftlichen Empörung. Dabei ist die allgemeine Entrüstung besonders groß, wenn sich die Gewaltdelikte in Alten-/Pflegeheimen der Krankenanstalten ereignen. Mögliche Präventivmaßnahmen, um Missständen in der Alten- und Langzeitbetreuung entgegenzuwirken, sind teuer und unpopulär.

Dabei eröffnet das rechtzeitige Erkennen von Gewalt im häuslichen sowie im institutionellen Bereich die Chance, den Opfern wirksame Hilfe und Unterstützung anzubieten und zusätzlich wirksame Vorkehrungen zur Vermeidung weiterer Gewalttätigkeiten einzuleiten.

Ziele dieses Fortbildungsseminars

Bewusstseinsbildung, Sensibilisierung von Gewalt an älteren Frauen und Männern, "Miteinander lernen", gemeinsam Herausforderungen meistern, die die immer älter werdende Gesellschaft vor allem für das Pflege- und Gesundheitssystem und seine Leistungsangebote mit sich bringt.

Inhalte

Definition und Ausmaß, Formen, Ursachen, Risikofaktoren von Gewalt gegen pflegebedürftige und alte Menschen, Erkennen bzw. sensibles Ansprechen von Gewaltbetroffenen, Interpretation und korrekte Dokumentation von Verletzungen, Spurensicherung, Hilfestellung für ältere gewalt-betroffene Frauen und Männer

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an das Management sowie an das medizinisch-pflegerische Personal in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, aber auch an BewohnerInnenvertreterInnen etc., die sich ein vertiefendes Wissen über Gewalt an älteren Menschen aneignen wollen.

Methode

Interaktives Seminar mit unterschiedlichen Methoden und Übungen

Anmeldung

TeilnehmerInnenanzahl: 40-50

Anmeldung bis 25. April unter: anmeldung@aoef.at

Programm

  • 9:00 Begrüßung 
    • Dr.in Sigrid Pilz
    • Mag.a Susanne Schaefer-Wiery, Bezirksvorsteherin Margareten (angefragt)
    • Mag.a Maria Rösslhumer
  • 9:15 "Überlegungen zur Sensibilisierung betroffener Angehöriger und professioneller HelferInnen": Dr.in Sigrid Pilz
  • 9:45 "Es tut mir leid, aber ich konnte nicht anders" Die vielen Gesichter der Gewalt an und von älteren Frauen und Männern: Birgit Meinhard-Schiebel
  • 10:15 Pause
  • 10:45 "Verletzungen und Dokumentation von Gewalt": Ao. Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Berzlanovich
  • 11:15 "Erkennen und Ansprechen der Gewalt, Handeln und konkrete Hilfsmöglichkeiten": Mag.a Maria Rösslhumer
  • 11:45 Worldcafe: Gewaltbetroffene ältere Menschen erhalten konkrete Hilfe
  • 12:45 Präsentation der Ergebnisse
  • 13:00 Ende mit Ausklang am Buffet

Kurzbiographien

Mag.a Maria Rösslhumer

Politikwissenschaftlerin, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF), Leiterin der Frauenhelpline gegen Gewalt (0800/222 555) Von 1997 bis 2017 Geschäftsführerin des Vereins WAVE (Women Against Violence Europe), des Europäischen Netzwerks gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauenrings. Trainerin und Gender- und Gewaltexpertin.

Ao. Univ.-Prof. in Dr. in Andrea Berzlanovich

Gerichtsmedizinerin, Leiterin Fachbereich Forensische Gerontologie im Zentrum für Gerichtsmedizin an der Medizinischen Universität Wien. Leiterin der Kommission 4 der Volksanwaltschaft.

Dr. in Sigrid Pilz

Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwältin, Wien

Birgit Meinhard-Schiebel

Schauspielerin, Werbekauffrau, Erwachsenenbildnerin, Sozialmanagerin, Unterrichtstätigkeit für soziale Berufe, Beratung und Supervision von Frauenprojekten, seit 2010 ehrenamtliche Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehörige.

Einladung & Programm (PDF)