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gewaltinfo.at Newsletter August/2012

Es ist Aufgabe aller Menschen, Gewalt zu beenden und Betroffenen zu helfen. Es ist die Verantwortung der Politik ebenso wie die vieler Berufsgruppen, die täglich mit Menschen arbeiten.

Thema des Monats

Die Medienberichterstattung über Gewalt

Medien berichten bevorzugt über tödliche und sexuelle Gewalt und stellen die Opfer - vor allem Kinder - in den Mittelpunkt.

Die Analyse der Berichterstattung über sexuelle Gewalt an Frauen zeigt, dass die Opfer-Täter-Rolle oft umgekehrt wird. Dabei werden die Täter/innen entlastet und dem Opfer die Schuld zugeschrieben.

Die Opfer-Täter-Umkehr ist ein typisches Merkmal patriarchaler Denkstrukturen. Als solches verharmlost sie das Ausmaß sexueller Gewalt und ihrer Folgen, negiert die Tat selbst und beschuldigt mitunter das Opfer, sich nicht den sozialen Normen entsprechend verhalten zu haben. Dies vermindert die Glaubwürdigkeit der Opfer in der Justiz und damit die Bereitschaft, sexuelle Gewalt anzuzeigen.

Aimee de Simoni und Verena Vlach von der Beratungsstelle TARA analysieren in ihrem Beitrag "Die Opfer-Täter-Umkehr in der Medienberichterstattung" die Darstellung von Fällen sexueller Gewalt anhand von zwei prominenten Fällen.

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Veranstaltung

AUFTAKT gewaltfrei.beziehungleben

 

Wann: Do, 29. Nov. 2012, 14:30 – 19:00 Uhr

Wo: Powercenter EnergieAG Linz, Böhmerwaldstr. 3, 1. Stock

Bei der Veranstaltung der Männerberatung Linz (Abteilung Ehe und Familie im Pastoralamt) gibt es Zeit für Austausch und Vernetzung und Vorträge zu:

  • Olaf Kapella, ÖIF: Österreichische Prävalenzstudie 2011 zur Gewalt an Frauen und Männern
  • Joachim Lempert, Wien/Hamburg: Täterarbeit wirkt – aber anders

Anmeldung: http://www.beziehungleben.at/gewaltfreibeziehungleben.html

Herausgerissen - Was stärkt fremduntergebrachte Kinder?

Wann: Do. 22. bis Fr. 23. November 2012

Wo: Brunauer-Tagungszentrum, 5020 Salzburg

Fachtagung des Familienministeriums und den Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs.

Fremduntergebrachte Kinder zu stärken, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und mögliche Kinderrechtsverletzungen bzw. Übergriffe in den sozial-pädagogischen Einrichtungen zu verhindern, ist das Ziel von Pilotprojekten, die in vier Bundesländern durchgeführt werden.

Zum Programm: kija Salzburg

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Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Brigitte Menzel-Holzwarth, kontakt@gewaltinfo.at