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zusammenLeben ohne Gewalt

THEMEN 2012

Trauma - eine nachhaltige Folge von Gewalt

Erfahrungen von Gewalt führen bei den meisten Opfern zu traumatischen Belastungen.

Als psychologisches, seelisches oder mentales Trauma oder Psychotrauma wird eine seelische Verletzung bezeichnet, welche durch die starke psychische Erschütterung aufgrund eines Erlebnisses hervorgerufen wird.

Jedes Gewalterlebnis - sei es verursacht durch die Natur (Naturkatastrophen) oder durch Menschen in Form von Kriegen, Geiselnahmen, Unfällen mit drohenden ernsthaften Verletzungen aber eben auch interpersonelle Gewalt - kann ein Trauma auslösen.

Derartige Ereignisse können in einem Menschen extremen Stress auslösen und Gefühle der Hilflosigkeit oder des Entsetzens erzeugen, sowie das Selbst- und Weltbild dauerhaft erschüttern. Hierdurch können die normalen Verarbeitungsprozesse im Gehirn blockiert werden und es kommt zur Ausbildung von psychischen Symptomen.

Wenn Kinder Gewalt erleben, nimmt ihre Psyche Schaden. Dies trifft besonders zu, wenn die Gewalt in der Familie ausgeübt wird - selbst dann, wenn sie "nur" Zeugen sind.

Mag.a Gabriele Juri gibt eine Definition von Trauma und listet Diagnosekriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung auf.

Mag. Anne Lintner und Renate Ascher vom Kinderschutzzentrum Wörgl berichten aus ihrer Beratungspraxis, wie verdrängte Gewalterfahrungen aber auch beschämende sexuelle Übergriffe in der Kindheit verarbeitet werden.

Literatur

  • [1] Brigitte Lueger-Schuster, Viktoria Kantor, Dina Weindl, Reinhold Jagsch u.a.: Psychotraumatologische Fragestellungen zu Gewalt und Missbrauch in der Katholischen Kirche. Universität Wien, Fakultät für Psychologie, 2012
    Forschungsprojekt Abschlussbericht.
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