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Thema des Monats
Mai 2012: Sprachliche Diskriminierung von älteren Menschen
Die
WHO schätzt, dass auf unserem Kontinent Europa jährlich etwa vier
Millionen ältere Menschen Gewalt erfahren. Eine der Grundlagen für
physische oder psychische Gewalt an älteren Menschen ist unsere Haltung
ihnen gegenüber. Diese wird wiederum durch das Denken und Sprechen über
sie geformt.
Denn von der Verunglimpfung und Abwertung ist es nur ein kleiner
Schritt zur konkreten Benachteiligung von älteren Menschen oder sogar
zur Entstehung von Gewalt.
Dr.in Margit Scholta hält unter dem Titel "Begriffe
schaffen Wirklichkeit" ein Plädoyer für eine kontinuierliche
Sprachkritik und Selbstkontrolle beim Formulieren und Sprechen.
April 2012: Digitale Medien - Chancen und Risiken
Digitale Medien haben das Potential, eine Reihe von Menschen- und Kinderrechten zu fördern: Es sind dies das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe, auf Meinungs- und Informationsfreiheit, auf Versammlungsfreiheit, auf Zugang zu angemessener Information und sie dienen der Chancengleichheit.
Digitale Medien bergen aber auch Risiken: Kinder bekommen Zugang zu Informationen, die nicht altersgerecht sind. Viele Menschen geben Informationen von sich preis, die missbraucht werden können und ausbeutbar machen (z.B. "Sexting", "Posing"). Cyber Mobbing, Stalking und Grooming sind Begriffe für Gewaltformen, die digitale Medien mit sich bringen können: besonders betroffen davon sind Kinder und Frauen.
Mag.a Maria Rösslhumer schreibt zu Gewalt an Frauen und Kindern in neuen Kleidern. Chancen und Risiken neuer Medien - Schutz und Hilfe bei Gewalt.
März 2012: Gewalt von Kindern an Eltern
Tabuisiert und dennoch präsent: Eltern, die sich vor ihren Kindern fürchten. Zunehmend mehr Jugendliche reagieren mit Gewalt auf die mangelnde Präsenz (im Sinne von Stärke, Autorität) ihrer Eltern.
Dazu Fakten aus der Forschung und ein Fachartikel von Mag.a Theresia Ruß über das Konzept der „Neuen Autorität“ in der Familie für Leute, die sich mit Erziehungsproblemen herumschlagen.
Februar 2012: Gewaltfreie Sprache
Um mit Sprache Gewalt auszuüben, brauchen wir gar nicht besonders laut zu werden oder grobe Worte verwenden. Gewaltfreie Sprache ist mehr als Höflichkeit. Sie beginnt damit, dass wir einander zuhören und mit Respekt begegnen. Dass wir zwischen Beschreibung und Bewertung unterscheiden und dass wir Verantwortung übernehmen.
Maria Hechenberger beschreibt die gewaltfreie Sprache als eine Haltungsfrage und Renate Tanzberger hält ein Plädoyer für einen gender- und diversitätsgerechten Sprachgebrauch.
Jänner 2012: Die Rolle der Mutter bei sexueller Gewalt an Kindern
Wird ein sexueller Missbrauch bekannt, wird die Mutter oft zur eigentlich Verantwortlichen für Missbrauch und Inzest gemacht. Wenn auch die vielen Gründe, warum Mütter Hinweise auf sexuellen Missbrauch ihrer Kinder nicht wahrnehmen oder nicht wahrnehmen können, ihr Verhalten nicht entschuldigen, so haben dennoch die Täter und nicht die Mütter die Verantwortung dafür zu übernehmen.
Mag.a Barbara Koch und Renate Ascher schreiben über die Rolle der Mütter im Kinderschutz.
Dezember 2011: Gewalt in Institutionen
Welche Strukturen Gewalt in Einrichtungen fördern und was zu tun ist, diese zu beenden, ist hier das Thema. Dazu schreiben DSA Arno Dalpra: "Verantwortung und Schuld verjähren nicht" und Mag. Dr. Ingo Bieringer: "Eskalationen können Hinweise auf Organisationskonflikte sein."
Ein von einer Expert/innengruppe im BMWFJ ausgearbeiteter Leitfaden soll zu einem gewaltfreien Lebensraum in allen sozialpädagogischen Einrichtungen beitragen. Der Leitfaden soll das institutionseigene Organisationsleitbild ergänzen und kinderrechtliche Standards stärken.


